Wirtschaft

Nordzucker: Kampagne 2021/22 erfolgreich abgeschlossen

  • Insgesamt guter Kampagneverlauf in allen Werken
  • Erträge über dem Durchschnitt
  • Corona-Infektionsketten verhindert

Faktenbox-Konzern

  • Dauer: Durchschnittlich 122 Tage Rübenkampagne / 199 Tage Zuckerrohr-crush in Australien
  • Verarbeitete Menge: 17 Millionen Tonnen Zuckerrüben (davon 184.000 Tonnen Rüben aus ökologischem Anbau) / 5,3 Millionen Tonnen Zuckerrohr
  • Erträge pro Hektar: 72,1 Tonnen Rübe mit 17,7 % Zuckergehalt / 85 Tonnen Zuckerrohr mit 13,7 %

Nordzucker hat in den meisten Werken die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr erfolgreich abgeschlossen. Die Kampagne wurde in Finnland und Litauen noch im alten Jahr, in Polen und der Slowakei in der ersten Januardekade und in Deutschland zwischen dem 18. und 27. Januar beendet. Die Verarbeitungsstätten in Dänemark (Ende Januar) und Schweden (Anfang Februar) sind noch in Betrieb. Im Durchschnitt aller Werke wird die Kampagne 122 Tage dauern. In Deutschland, Dänemark und Litauen wurden außerdem in den ersten Tagen der Kampagne wieder Öko-Rüben zu Biozucker verarbeitet.

Hohe Erträge und gute Preise für Zuckerrüben

Ausreichende und gut verteilte Niederschläge während des Sommers in fast allen europäischen Anbauregionen haben zu überdurchschnittlichen Rüben- und Zuckererträgen geführt (12,8 Tonnen Zucker pro Hektar). In Deutschland wurde sogar mit durchschnittlich fast 80 Tonnen Rüben pro Hektar (73 Tonnen im 5-Jahresdurchschnitt) und einem Zuckergehalt von etwa 18 Prozent einer der höchsten jemals erreichten Zuckererträge mit 14,2 Tonnen Zucker pro Hektar (13,3 Tonnen) erzielt.

Zusätzlich zu den guten Erträgen werden sich höhere Zuckerpreise positiv auf die Rübenpreise der Verträge mit einem variablen Preismodell auswirken. „Bei den variablen Zuckerrüben-Verträgen mit unseren Anbauern werden die besten Preise seit dem Ende der Zuckermarktordnung und spürbar höhere Preise als im Fixpreis-Modell erreicht“, betont Dr. Lars Gorissen, CEO. „Die Wettbewerbsfähigkeit und attraktive Rolle der Zuckerrübe in der ackerbaulichen Fruchtfolge wird damit bestätigt“.

Hohe Auslastung und guter Kampagneverlauf in den Werken

Die Rübenverarbeitung verlief an allen Standorten nahezu störungsfrei. in einigen Werken wird im Frühjahr außerdem der jetzt eingelagerte Dicksaft zu Kristallzucker und Bioethanol für Kraftstoffe und chemische Produkte weiterverarbeitet. Wie in anderen Wirtschaftszweigen gab es Lieferengpässe und Kostensteigerungen für Hilfsstoffe und Energie. Hinzu kamen logistische Engpässe, zeitweilig auch bei Zuckerrüben, die dank der Initiative aller Beteiligter zügig behoben werden konnten. „Die Kampagnedauer dokumentiert die Effizienz und optimale Auslastung der Fabriken. Im guten Zusammenspiel aller Unternehmensbereiche von Landwirtschaft, Einkauf über Produktion und Logistik bis zum Vertrieb und Marketing konnten diese Herausforderungen gelöst werden „, bewertet Axel Aumüller COO die Kampagne. „An allen Standorten in Europa und Australien können wir mit dem Verlauf und Ergebnis zufrieden sein.“

Gut verteilte Regenfälle führten auch in der Region der drei Zuckermühlen der Nordzucker-Mehrheitsbeteiligung Mackay Sugar Ltd. in Australien zu überdurchschnittlichen Erträgen. Beginnend mit ausreichenden Niederschlägen nach der Ernte im Vorjahr haben auch die Niederschläge im Jahr 2021 das Wachstum des Zuckerrohrs begünstigt und es konnte die zweitbeste Ernte der letzten zehn Jahre verbucht werden. Allerdings haben die Regenfälle die Ernte immer wieder unterbrochen. In Australien haben die drei Zuckermühlen die „Crushing season“ (Zeit der Rohrverarbeitung) Anfang Juni begonnen und Ende Dezember 2021 nach einer außergewöhnlich langen Saison (199 Tage) ebenfalls erfolgreich beendet.

Kritische Infrastruktur: Corona-Infektionsketten konnten verhindert werden

Auch in der Kampagne 2021/22 waren umfassende Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus notwendig. Axel Aumüller, COO: „Die ergriffenen Maßnahmen und das disziplinierte Verhalten und konsequente Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Infektionsketten in den Werken und der Verwaltung verhindert. So konnte die Kampagne sicher beendet werden. Nordzucker gehört zur „kritischen Infrastruktur“. Damit haben wir eine besondere Verantwortung, die Bevölkerung mit dem Lebensmittel Zucker zu versorgen. Das hat dank des Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder hervorragend funktioniert“.

hfs/re/ots/tt

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