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Mit 25 übernimmt er die Lebenswerke älterer Finanzberater: Warum Michael Zikeli mit der Prognosekultur der Branche wenig anfangen kann

VonHFS24 TV

Okt. 16, 2026
Michael Zikeli

Während andere in seinem Alter ihre berufliche Zukunft erst planen, beschäftigt sich Michael Zikeli bereits mit dem, was ältere Finanzberater nach Jahrzehnten hinterlassen. Der 25-Jährige aus dem niederbayerischen Aidenbach arbeitet an der Nachfolge gewachsener Kundenbestände und setzt dabei auf eine ungewöhnliche Kombination: generationenübergreifende Verantwortung, langfristige Beziehungen und ein eigenes Familienwappen. Was hat ein jahrhundertealtes Symbol mit der Zukunft der Finanzberatung zu tun?

Wer in der Finanzbranche Aufmerksamkeit gewinnen will, braucht häufig vor allem eines: eine Meinung zur nächsten Marktbewegung. Ob Aktienrallye, Zinswende oder drohender Börsencrash, kaum eine Woche vergeht ohne neue Prognosen. Für Unternehmer und vermögende Privatanleger stellt sich allerdings eine andere Frage: Wem vertrauen sie ihr Vermögen an, wenn es nicht um die kommenden drei Monate, sondern um die nächsten drei Jahrzehnte geht? Besonders konkret wird diese Frage, wenn der langjährige Finanzberater selbst vor dem Ruhestand steht. Dann geht es nicht mehr allein um Depots, sondern um persönliche Beziehungen, gewachsenes Vertrauen und die Fortführung eines beruflichen Lebenswerks.

Mit genau dieser Aufgabe beschäftigt sich Michael Zikeli bereits mit 25 Jahren. Als Prokurist sowie Analyst und Berater der Thomas S. Weber Investmentvermittlung in Aidenbach befasst er sich neben der langfristigen Vermögensbegleitung mit der Nachfolge gewachsener Investmentbestände. Dabei interessiert ihn weniger die nächste große Marktprognose als die Frage, was heute entschieden werden muss, damit eine Finanzbeziehung auch morgen noch funktioniert. Seine Haltung lässt sich auf einen ungewöhnlichen Gedanken reduzieren: Nicht jede wichtige Entscheidung lässt sich an einem Chart ablesen.

Wappen statt Chart: Warum ein 25-Jähriger in Generationen denkt

Ein Familienwappen und ein Wertpapierdepot haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Michael Zikeli verbindet beides über einen Gedanken: Verantwortung endet für ihn nicht mit der eigenen Generation. Sein Familienwappen ist bei eHerold dokumentiert und wurde unter anderem durch Pro Heraldica begleitet. Michael Zikeli, 2001 in Vilshofen geboren, ist als erste führungsberechtigte Person eingetragen. Zur dokumentierten Familienlinie gehören auch seine Großeltern Fritz Zikeli und Rosemarie Zikeli, geborene Wohlfahrt.

Für Michael Zikeli ist das Wappen deshalb mehr als ein ungewöhnliches privates Interesse. Es steht für Herkunft, Kontinuität und die Frage, was eine Generation an die nächste weitergibt. Genau darin sieht er eine Verbindung zu seiner beruflichen Tätigkeit. Wer Vermögen oder gewachsene Kundenbeziehungen übernimmt, trägt Verantwortung dafür, was daraus wird. In einer Finanzwelt, in der schon das nächste Quartal für neue Schlagzeilen sorgt, setzt er damit bewusst einen anderen Akzent: Beständigkeit zeigt sich nicht in einer einzelnen erfolgreichen Marktphase, sondern erst über Jahre.

Die Finanzbranche hat für alles eine Prognose. Nur Vertrauen lässt sich nicht vorhersagen

Steigen die Aktien? Fallen die Zinsen? Welche Branche wird als Nächstes durchstarten? Ein großer Teil der öffentlichen Finanzkommunikation dreht sich um die nächste Marktbewegung. Solche Einschätzungen gehören zur Finanzwelt. Michael Zikeli hält es jedoch für problematisch, wenn kurzfristige Erwartungen mit einer langfristigen Vermögensstrategie verwechselt werden.

Für ihn stehen deshalb nachvollziehbare Entscheidungen, Dokumentation und kontinuierliche Betreuung im Vordergrund. „Gerade wenn es um langfristig aufgebautes Vermögen geht, braucht es nicht nur Marktanalysen, sondern einen Ansprechpartner, auf den man sich auch dann verlassen kann, wenn eine Prognose einmal nicht aufgeht“, betont Michael Zikeli. Darin liegt ein Unterschied, der sich nur schwer in einer Schlagzeile verkaufen lässt: Eine Marktmeinung ist schnell formuliert. Vertrauen entsteht erst über Jahre.

Wenn ein Lebenswerk den Besitzer wechselt, reicht ein Kaufvertrag nicht aus

Besonders deutlich wird diese Haltung bei der Nachfolge von Kundenbeständen selbstständiger Finanzanlagenvermittler nach §34f Gewerbeordnung. Viele Vermittler haben ihre Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut. Sie kennen die Lebensgeschichten ihrer Kunden, haben wirtschaftliche Krisen begleitet und teilweise mehrere Generationen einer Familie beraten. Wenn sie sich aus dem Berufsleben zurückziehen, geht es deshalb um mehr als den wirtschaftlichen Wert eines Bestands. Sie müssen entscheiden, wem sie ihre Kunden künftig anvertrauen.

Mit solchen Nachfolgeprozessen beschäftigt sich Michael Zikeli im Umfeld der Thomas S. Weber Investmentvermittlung. Die erforderliche §34f-Erlaubnis und der Kundenbestand liegen dabei beim Unternehmen beziehungsweise seiner Inhaberin, nicht bei Michael Zikeli persönlich. Seine Rolle liegt in der Begleitung und Weiterentwicklung entsprechender Prozesse. Dass ein 25-Jähriger an der Fortführung jahrzehntelang gewachsener Beziehungen mitarbeitet, macht die Konstellation ungewöhnlich. Was hierbei zählt ist aber nicht sein Alter, sondern ob aus einer wirtschaftlichen Übergabe auch menschliche Kontinuität entstehen kann.

Aidenbach statt Frankfurt: Warum seine Geschichte nicht zum üblichen Finanzklischee passt

Wer an die Finanzbranche denkt, hat schnell Hochhäuser, Handelsplätze und internationale Finanzzentren vor Augen. Michael Zikelis beruflicher Mittelpunkt liegt dagegen in Aidenbach, einer niederbayerischen Gemeinde fernab der großen Börsenmetropolen. Dort arbeitet er bei der Thomas S. Weber Investmentvermittlung, die nach Thomas Sebastian Weber heute in zweiter Generation unter Theresa Weber geführt wird. Auch hier gehört die Weitergabe von Verantwortung längst zum Alltag.

Außerhalb seines Berufs engagiert sich Michael Zikeli als zweiter Vorsitzender der Wasserwacht Aidenbach. Finanzberatung und Wasserwacht haben fachlich nichts miteinander zu tun. Gemeinsam ist beiden für ihn jedoch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und verlässlich ansprechbar zu sein. Gerade deshalb passt die regionale Verwurzelung zu seinem beruflichen Selbstverständnis. Seine Geschichte handelt nicht davon, möglichst schnell aus Aidenbach in die große Finanzwelt aufzubrechen, sondern davon, langfristige Verantwortung genau dort zu übernehmen, wo Beziehungen bereits gewachsen sind.

Mit 25 über die nächsten 30 Jahre nachdenken: Was bleibt, wenn die Schlagzeilen vergessen sind?

Michael Zikelis Geschichte lebt nicht davon, dass ein junger Mann angeblich mehr über Finanzmärkte weiß als erfahrene Branchenkollegen. Ein solcher Anspruch wäre weder notwendig noch glaubwürdig. Interessanter ist der Widerspruch, der bleibt: Mit 25 Jahren beschäftigt er sich mit Herkunft, Nachfolge und der Frage, wie jahrzehntelang gewachsene Beziehungen fortgeführt werden können.

Beständigkeit entsteht für ihn nicht durch große Versprechen, sondern durch Entscheidungen, die auch Jahre später noch Bestand haben. Genau darin liegt der bemerkenswerte Gegensatz in seiner Geschichte: Während andere versuchen, die Zukunft möglichst genau vorherzusagen, beschäftigt er sich lieber damit, welche Verantwortung er heute für sie übernehmen kann. „Ich kann nicht wissen, was die Märkte in zehn oder zwanzig Jahren machen. Aber ich kann heute entscheiden, wie ich mit der Verantwortung umgehe, die mir andere Menschen anvertrauen“, fasst Michael Zikeli zusammen.

Über Michael Zikeli:

Michael Zikeli ist Prokurist sowie Analyst und Berater der Thomas S. Weber Investmentvermittlung in Aidenbach. Sein Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Vermögensbegleitung und der Nachfolge von §34f-Beständen. Darüber hinaus engagiert er sich als zweiter Vorsitzender der Wasserwacht Aidenbach in seiner Heimatregion. Sein Ziel ist es, gewachsene Kundenbeziehungen langfristig fortzuführen und Verantwortung über einzelne Marktphasen hinaus zu denken. Weitere Informationen unter: weber-invest.de und bestandskauf34f.de. LinkedIn: Michael Zikeli

hfs/re/ots/dpa/tt

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