• Do.. Feb. 19th, 2026

BUSINESS CHANNEL by HFS24 TV

Vier Jahre Ukraine-Krieg: Die Caritas bleibt an der Seite der Menschen

VonHFSnews24

Feb. 19, 2026
Caritas-Suppenausgabe in Chernivtsi/Ukraine: Für 150 Menschen das Einzig Warme in diesen Tagen.

Angriffe auf zivile Infrastruktur müssen stoppen – Caritas hilft durch landesweite intensive Winterhilfen – Knapp 10.000 Caritas-Helfende im Einsatz – 3,8 Millionen Binnenflüchtlinge führen zu großer Wohnungsnot – 72 Millionen Euro hat Caritas international an Hilfsgeldern bereitgestellt – Hilfen gehen weiter, Spenden benötigt.

Caritas international bleibt auch nach dem vierten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine an der Seite der Menschen. Dies verspricht das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes allen Ukrainerinnen und Ukrainern, die gegenwärtig den kältesten Winter seit Beginn des Kriegs und seit mehr als zwei Jahrzehnten durchstehen müssen. „Hunderttausende sind ohne Wärme und Strom bei Temperaturen von minus 20 Grad und mehr, und das schon seit Wochen. Die gezielten und mörderischen Angriffe auf die zivile Wärme- und Stromerzeugung müssen aufhören“, fordert Oliver Müller, Leiter von Caritas international und Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes. „Das sind Kriegsverbrechen.“

Der bewusste Einsatz von Kälte als Waffe bedeutet für die Zivilbevölkerung die Frage von Leben und Tod. „Es sind vor allem alte, kranke und mobilitätseingeschränkte Menschen, die besonders gefährdet sind. Sie müssen oft in ihren eiskalten Wohnungen ausharren und hoffen, nicht zu erfrieren“, sagt Müller. Einfache warme Mahlzeiten, die von lokalen Caritas-Einrichtungen an die Menschen verteilt werden, sind jetzt etwas ganz Besonderes. „Dieses Essen ist oft das Einzige, was die Menschen an einem Tag Warmes bekommen“, so Müller.

Caritas international und die Partnerorganisationen begegnen dieser Situation mit einer intensiven, landesweiten Winterhilfe. So werden warme Kleidung, Schlafsäcke sowie Hygieneartikel und Haushaltswaren verteilt. Mit Bargeldhilfen können die Menschen feste Brennstoffe kaufen. Mobile Pflegeteams suchen kranke und alte Menschen in ihren Häusern und Wohnungen auf. In Frontnähe geschieht dies unter erhöhtem persönlichen Risiko. „Ich bin den tausenden Helferinnen und Helfern der Caritas in der Ukraine unendlich dankbar. Sie lassen auch nach vier Jahren extremer persönlicher Belastung durch den Krieg nicht nach und helfen den Schwächeren. Wichtig ist daher, dass sich die Caritas auch um ihre Mitarbeitenden kümmert und ihnen Raum gibt, Kraft zu schöpfen. Denn sie werden noch lange in der Ukraine gebraucht werden“, sagt Müller.

Ein solches Kraftzentrum sind die sogenannten Resilienz-Zentren, die von lokalen Caritas-Einrichtungen eröffnet wurden. Hier kommen die lokale Bevölkerung und die innerhalb der Ukraine Vertriebenen zusammen, um sich aufzuwärmen und gegenseitig zu helfen. „Ein riesiges Problem ist die Unterbringung der mehr als 3,8 Millionen Binnenflüchtlinge in der Ukraine“, warnt Müller. „Unsere Caritas-Kolleginnen und Kollegen berichtet uns von einer Wohnungskrise, wie sie das Land bisher noch nicht erlebt hat.“ Die Caritas Ukraine betreibt 20 Notunterkünfte, in denen vor allem Binnenflüchtlinge untergebracht werden. Die Caritas repariert darüber hinaus auch kriegsbeschädigte Wohnungen und Häusern, damit Binnenflüchtlinge dorthin zurückkehren können.

„Die Hilfen werden noch lange, auch nach dem Ende des Krieges weitergehen müssen. Insbesondere psychologische Unterstützung für traumatisierte Menschen wird noch lange wichtig bleiben“, ist Müller überzeugt. Seit Kriegsbeginn hat Caritas international den Menschen in der Ukraine mit 72 Millionen Euro geholfen. „Ich danke allen Spenderinnen und Spendern sehr, die uns ihr Geld anvertraut haben – sowie dem Auswärtigem Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Und ich hoffe auf weitere Solidarität, denn Hilfen sind gerade jetzt unendlich wichtig“, so der Leiter von Caritas international, Oliver Müller.

Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 hat die Caritas in der Ukraine mehr als 7,1 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer unterstützt. In den Projekten kümmern sich fast 3.000 Mitarbeitende und weitere 9.700 Freiwillige um die Menschen. Mehr als ein Drittel der Freiwilligen sind Binnenvertriebene, die trotz ihrer eigenen Vertreibung anderen Menschen helfen.

Hinweis an die Redaktionen: Unsere Kolleginnen in der Ukraine – Hannah Kikwitzki und Alica Bökelmann – stehen für Interviews gerne zur Verfügung.

Caritas international bittet um Spenden:

Nothilfe Ukraine-Krieg

hfs/re/ots/dpa/tt

Von HFSnews24