Photovoltaikanlagen gelten für viele Unternehmer und Kapitalanleger als interessante Möglichkeit, in einen realen Sachwert zu investieren. Doch gerade bei langfristigen Investments stellt sich die Frage, wie belastbar sich deren Wirtschaftlichkeit bereits vor dem Kauf beurteilen lässt. Warum dabei ein genauer Blick auf die vorhandene Datengrundlage lohnt, erfahren Sie hier.
Bei einem noch zu errichtenden PV-Projekt lässt sich kalkulieren, wie viel Strom die Anlage voraussichtlich erzeugen, welche Einnahmen sie erzielen und welche laufenden Kosten sie verursachen soll. Ob diese Werte später tatsächlich erreicht werden, zeigt sich jedoch erst im Betrieb. Hinzu kommt die Umsetzung: Baufortschritt, Lieferzeiten, technische Arbeiten und Netzanschluss können beeinflussen, wann die Anlage fertiggestellt wird und erstmals Einnahmen erwirtschaftet. Verschiebt sich die Inbetriebnahme, beginnt auch der tatsächliche Ertrag später als vorgesehen. Damit kann die wirtschaftliche Entwicklung von der ursprünglichen Kalkulation abweichen. „Eine Prognose kann Investoren eine wichtige Orientierung geben. Entscheidend ist aber, ob sich die zugrunde gelegten Annahmen später auch im realen Betrieb bestätigen“, erklärt Marc Hegemann, Geschäftsführer der PVMarktplatz GmbH.
„Bei einer Bestandsanlage kann man mit realen Zahlen arbeiten und prüfen, was sie im laufenden Betrieb tatsächlich geleistet hat. Genau das gibt Investoren eine zusätzliche Grundlage für ihre Entscheidung“, ergänzt Mark Breit. Gemeinsam bieten Marc Hegemann und Mark Breit über PVMarktplatz.de unter anderem direkte Investitionen in bestehende und fertiggestellte Photovoltaikanlagen an. Dabei bringt Marc Hegemann insbesondere die wirtschaftliche und unternehmerische Perspektive ein, während Mark Breit auf langjährige technische Erfahrung aus Photovoltaik-Montage, Projektentwicklung, Dachtechnik und Elektrotechnik zurückgreift. So verbinden die beiden Experten bei der Betrachtung von Bestandsanlagen wirtschaftliche Kennzahlen mit der technischen Substanz des jeweiligen Projekts.
Reale Ertragsdaten machen aus Annahmen überprüfbare Größen
Wie belastbar die wirtschaftliche Einschätzung einer Bestandsanlage ist, hängt zunächst davon ab, welche Informationen aus ihrem bisherigen Betrieb vorliegen. Schließlich zeigt die Tatsache, dass eine Anlage bereits Strom produziert, für sich genommen noch nicht, wie wirtschaftlich sie tatsächlich arbeitet. Erst wenn Produktionsdaten, Einnahmen und laufende Kosten gemeinsam betrachtet werden, lässt sich nachvollziehen, wie sich die ursprüngliche Kalkulation in der Praxis entwickelt hat.
So zeigen die Produktionsdaten nicht nur, welche Strommengen die PV-Anlage in der Vergangenheit erzeugt hat. Zusammen mit den Stromabrechnungen lässt sich auch nachvollziehen, welche Einnahmen damit erzielt wurden und auf welcher Vergütungsgrundlage diese beruhen. Werden zusätzlich die dokumentierten Betriebskosten berücksichtigt, entsteht ein wesentlich konkreteres Bild der bisherigen Wirtschaftlichkeit. Investoren können dadurch die ursprünglichen Erwartungen mit der tatsächlichen Entwicklung vergleichen, anstatt ihre Entscheidung ausschließlich auf eine Modellrechnung zu stützen.
Gerade für die Einschätzung der Rendite ist dieser Vergleich relevant. Denn auch eine attraktive Prognose bleibt zunächst das Ergebnis bestimmter Annahmen zu Stromertrag, Erlösen und Kosten. Historische Ertragsdaten liefern zwar keine Garantie für die Zukunft, ermöglichen aber einen Abgleich mit der bisherigen Entwicklung der Anlage. Technische, wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen können sich schließlich verändern. Deshalb bleibt zu prüfen, ob die bisherigen Ergebnisse auch unter den künftig geltenden Voraussetzungen realistisch erscheinen.
Warum der technische Zustand über die Zukunft einer Bestandsanlage mitentscheidet
Ob die bisherigen Ergebnisse auch künftig erreichbar sind, hängt unter anderem davon ab, in welchem technischen Zustand sich die Anlage befindet. Eine über Jahre stabile Stromproduktion ist dabei zwar ein wichtiger Anhaltspunkt, reicht für die Beurteilung allein aber nicht aus. Schließlich können Module, Wechselrichter, Verkabelung und weitere Komponenten unterschiedlich stark beansprucht worden sein. „Deshalb lohnt sich auch der Blick darauf, welche Störungen im bisherigen Betrieb aufgetreten sind, welche Wartungen oder Reparaturen bereits durchgeführt wurden und ob sich daraus weiterer Handlungsbedarf ableiten lässt“, betont Mark Breit von PVMarktplatz.de.
Bei der technischen Prüfung betrachten er und sein Team deshalb nicht nur den aktuellen Zustand der Anlage, sondern beziehen auch ihre bisherige Betriebshistorie mit ein. Seine langjährige Erfahrung aus den Bereichen Photovoltaik-Montage, Projektentwicklung, Dachtechnik und Elektrotechnik hilft ihm dabei, mögliche Schwachstellen zu erkennen und deren Bedeutung für den weiteren Betrieb einzuschätzen. Erst wenn diese technische Prüfung mit den bisherigen Ertragsdaten zusammengeführt wird, ergibt sich ein belastbareres Bild der Bestandsanlage.
Warum beim Kauf einer PV-Anlage das Gesamtbild entscheidet
Gute Ertragswerte und eine technisch überzeugende Anlage sind wichtige Voraussetzungen für ein Investment. Ob sich der Kauf tatsächlich rechnet, entscheidet sich jedoch erst mit Blick auf die wirtschaftlichen Konditionen. „Eine Anlage kann technisch einwandfrei laufen und gute Erträge liefern. Das bedeutet noch nicht automatisch, dass sie zu jedem Preis ein gutes Investment ist“, erklärt Marc Hegemann von PVMarktplatz.de. Für Investoren kommt es deshalb darauf an, den geforderten Kaufpreis ins Verhältnis zu den Einnahmen und laufenden Kosten zu setzen. Erst daraus ergibt sich, welche wirtschaftliche Perspektive die Anlage unter den jeweiligen Bedingungen bietet.
Wie diese Rechnung künftig ausfällt, hängt wiederum von den konkreten Rahmenbedingungen des Projekts ab. Je nach Anlage kann der erzeugte Strom beispielsweise über eine EEG-Vergütung, die Direktvermarktung, ein Power Purchase Agreement oder ein anderes Abnahmemodell vergütet werden. Damit spielen auch die bestehenden Verträge und deren Restlaufzeiten eine wichtige Rolle, weil sie festlegen, unter welchen Bedingungen der Strom vermarktet wird und welche Rechte und Pflichten etwa bei Flächennutzung und Betrieb bestehen. Erst im Zusammenspiel mit den erwartbaren Einnahmen und laufenden Kosten lässt sich beurteilen, ob diese Bedingungen zum geforderten Kaufpreis passen.
Was ein bestehender Netzanschluss für die Prüfung verändert
Wie verlässlich sich die künftigen Einnahmen einschätzen lassen, hängt allerdings nicht nur von Vergütungsmodell und Vertragslage ab. Ebenso relevant ist, ob die Anlage bereits am Netz ist und tatsächlich Strom einspeist. Bei einer Bestandsanlage lässt sich das je nach Projekt bereits anhand des laufenden Betriebs nachvollziehen. Bei einem Neubau steht dagegen zunächst noch aus, wann Bau und technische Umsetzung abgeschlossen sind und die Einspeisung beginnen kann. Verzögert sich die Inbetriebnahme, verschiebt sich schließlich auch der Zeitpunkt, ab dem die geplanten Einnahmen tatsächlich erzielt werden.
Bei einer bereits angeschlossenen und betriebenen Anlage ist diese Phase hingegen abgeschlossen. Historische Ertragsdaten, bestehende Verträge und verfügbare Projektunterlagen zeigen dann nicht nur, wie die Anlage kalkuliert wurde, sondern auch, unter welchen Bedingungen sie bislang tatsächlich betrieben wurde und Einnahmen erzielt hat. Das kann auch für eine mögliche Finanzierung relevant sein, da einer Bank damit konkrete Informationen zum bestehenden Projekt vorliegen. Ob und zu welchen Konditionen sie eine Finanzierung gewährt, hängt dennoch von der individuellen Prüfung ab, bei der neben der Projektqualität auch Bonität, Sicherheiten und der konkrete Finanzierungsaufbau berücksichtigt werden.
Wenn aus Prognosen eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage wird
Für Investoren verändert sich mit einer Bestandsanlage vor allem die Ausgangslage für ihre Entscheidung. Sie müssen nicht ausschließlich einschätzen, ob sich ein geplantes Projekt künftig so entwickeln könnte wie kalkuliert, sondern können auf eine Anlage blicken, die bereits unter realen Bedingungen betrieben wurde. Damit liegen konkrete Erfahrungen zu Erträgen, Kosten und dem technischen Betrieb vor, die in die Prüfung einbezogen werden können. Eine sichere Vorhersage der weiteren Entwicklung ergibt sich daraus allerdings nicht. „Auch mehrere Jahre erfolgreicher Betrieb sind keine Garantie dafür, dass eine Anlage künftig genauso weiterläuft. Entscheidend ist, die vorhandenen Daten zu prüfen und daraus realistische Erwartungen für die kommenden Jahre abzuleiten“, fasst Marc Hegemann zusammen.
Diese Möglichkeit zur fundierten Prüfung bestehender Anlagen bietet auch PVMarktplatz.de. Auf der Plattform werden bestehende und fertiggestellte Photovoltaikanlagen angeboten, bei denen je nach Projekt bereits wirtschaftliche Daten, technische Erfahrungen und weitere Unterlagen aus dem laufenden Betrieb vorliegen. Marc Hegemann und Mark Breit bringen dabei ihre wirtschaftliche und technische Expertise zusammen, um Investoren die relevanten Informationen zur jeweiligen Anlage zur Verfügung zu stellen und die Grundlagen des Investments einzuordnen.
Sie möchten in eine bestehende Photovoltaikanlage investieren und prüfen, welches Projekt zu Ihren Anforderungen passt? Dann informieren Sie sich jetzt über die verfügbaren Anlagen auf PVMarktplatz.de und sprechen Sie mit den Experten über die wirtschaftlichen und technischen Grundlagen des jeweiligen Investments!
hfs/re/ots/dpa/tt

