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So viele E-Autos und E-Lkw fahren auf Deutschlands Straßen

VonHFSnews24

Feb. 16, 2026
In Deutschland sind gut 109.000 E-Lkw und Transporter zugelassen.
  • Knapp zwei Millionen E-Autos und erstmals über 100.000 vollelektrische Lkw in Deutschland zugelassen
  • Über 1,2 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis rein durch elektrischen Straßengüterverkehr
  • 4,1 Kilowatt öffentliche Ladeleistung pro E-Auto: Deutschland übertrifft Ladeinfrastrukturziel der EU

Die E-Mobilität in Deutschland wächst: fast zwei Millionen rein elektrische Pkw fahren auf Deutschlands Straßen und werden – neben hunderttausenden privaten und betrieblichen Wallboxes – von mehr als 191.000 öffentlichen Ladepunkten mit Strom versorgt. E.ON Datenexperten haben ausgerechnet, welchen Einfluss die in Deutschland zugelassenen E-Autos und die schnell wachsende Anzahl der E-Lkw auf den Klimaschutz haben.

„E-Autos sind keine Ausnahme mehr, stattdessen sind immer mehr Menschen in allen Regionen des Landes elektrisch unterwegs. Die wachsende Zahl der öffentlichen Ladestationen erleben wir im Alltag am Supermarkt oder im City-Parkhaus, wo nun ganz selbstverständlich Ladestationen installiert sind. Auch im Transportwesen setzt sich die Elektromobilität als Antrieb der Zukunft durch und zeigt bereits ein starkes Momentum: In Deutschland sind aktuell ca. 109.000 rein elektrische Lkw und Transporter zugelassen. Nutzfahrzeuge bieten durch ihr Gewicht, die vielen Fahrkilometer und dem damit verbundenen, höheren Energieverbrauch ein riesiges Potenzial für Klimaschutz und die Verbesserung der Luftqualität, wenn wir konsequent auf Elektromobilität setzen“, so Filip Thon, CEO von E.ON Deutschland.

Signifikante Treibhausgasreduktion durch Lkw-Elektrifizierung

Die Mehrheit der elektrischen Lastwagen entfällt mit rund 78.000 Fahrzeugen auf Transporter, gefolgt von gut 21.000 kleinen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und zwölf Tonnen. Zudem sind fast 10.000 schwere Lkw (über zwölf Tonnen) und Sattelzugmaschinen für das Ziehen von Trailern elektrisch unterwegs.

Filip Thon: „Die Analyse unserer Experten zeigt: Der aktuelle Bestand elektrischer Transporter und Lkw spart beim Laden mit Ökostrom schon über 1,2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ein; mit dem deutschen Strommix geladen, liegt die Einsparung bei knapp einer Million. Und das bei einem Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge von erst 2,6 Prozent. Durch die stringente Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen vom Transporter bis zum 40-Tonner können die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor signifikant gesenkt werden. Und vielen Vorurteilen zum Trotz können E-Lkw schon heute so wirtschaftlich sein wie ihre Dieseläquivalenten.“

Elektrische Lkw und Transporter sind nicht nur klimafreundlich und leise, sondern können für Flottenbetreiber trotz höherer Anschaffungskosten über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet auch finanziell attraktiv sein. Grund dafür ist die günstigere Antriebsenergie, insbesondere wenn intelligente Ladetarife oder eigener Solarstrom genutzt werden. Zusätzlich sorgen weniger Wartungsaufwände, Steuervergünstigungen sowie die Mautbefreiung für E-Lkw bis 2031 für geringere Betriebskosten.

Mit mehr als 57.000 zugelassenen elektrischen Lkw und Transportern werden allein in NRW jährlich 604.000 Tonnen CO2 eingespart. Auch Bayern leistet mit über 12.000 E-Nutzfahrzeugen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und vermeidet damit gut 134.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Besonders viele schwere E-Lkw über zwölf Tonnen sind anteilig in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

Zwei Millionen Pkw fahren rein elektrisch und damit emissionsfrei

Der Bestand vollelektrischer Pkw in Deutschland, ist 2025 auf knapp zwei Millionen gestiegen. Die meisten Stromer sind mit rund 430.000 in NRW zugelassen. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen Bayern mit 370.000 und Baden-Württemberg mit 310.000 E-Autos. Bremen knackt erstmals die Marke von 10.000 vollelektrischen Pkw. Der Straßenverkehr gehört in Deutschland zu den größten CO2-Emittenten, was die Elektromobilität zu einem großen Hebel für den Klimaschutz macht. Allein die heute zugelassenen E-Autos sparen im Jahr rechnerisch 5,2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen ein – vorausgesetzt, sie werden mit 100 Prozent Ökostrom geladen. Mit dem Strommix geladen sind es gut 4,2 Millionen Tonnen. In NRW und Bayern, den Bundesländern mit der höchsten Anzahl an E-Autos, werden jeweils über eine Million Tonnen CO2 jährlich eingespart. Zudem werden lokale Abgase und Lärmemissionen reduziert, was insbesondere im urbanen Raum bedeutsam ist.

Ladeinfrastruktur für E-Pkw und E-Lkw wächst

Gut 191.000 öffentliche Ladepunkte versorgen im öffentlichen Raum und entlang der Verkehrskorridore E-Autos mit Ladestrom. Dazu kommen private Wallboxen, wie mehr als 71 Prozent der E-Mobilisten sie in der Regel nutzen*, und die betriebliche Ladeinfrastruktur, die viele Unternehmen ihren Mitarbeitenden und Besuchern zur Verfügung stellen. Auch für schwere E-Lkw mit mehr Ladeleistungs- und Platzbedarf gibt es zunehmend öffentliche Ladestandorte, so bauen beispielsweise E.ON und der Lkw-Hersteller MAN gemeinsam dedizierte Nutzfahrzeugladestationen an MAN Servicestandorten in Deutschland und weiteren europäischen Ländern auf.

Ladeleistung als entscheidender Faktor für EU-Ziel

Neben der reinen Anzahl an Ladepunkten lohnt sich ein Blick auf die Ladeleistung, schließlich macht es einen großen Unterschied für die Verweildauer des Fahrzeugs an der Ladestation, ob ein E-Auto mit elf oder mit 400 Kilowatt geladen wird. Insgesamt sind in Deutschland ca. 7.950 Megawatt öffentliche Ladeleistung installiert. Die EU-Verordnung „über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“ (AFIR) sieht eine Ladeleistung von 1,3 Kilowatt je rein elektrischem Auto vor. In Deutschland sind derzeit rechnerisch 4,1 Kilowatt je zugelassenem E-Pkw installiert. Das EU-Ziel wird somit sogar übererfüllt.

*Bundesweite Umfrage unter mehr als 1.000 Besitzerinnen und Besitzern eines rein elektrischen Autos, durchgeführt von Civey im Auftrag von E.ON Deutschland im Zeitraum vom 30. April bis 26. Mai 2025.

hfs/re/ots/dpa/tt

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